Hanne Hukkelberg. Alleine der Name zwingt einen ja schon fast dazu, das Langzeitgedächtnis zu aktivieren.
Die norwegische Avantgarde-Muse, die Jazzerin, die Experimentalistin, die Schlagzeugerin/Pianistin/Gitarristin. Die neue Björk, nur ohne musikalische Kopfschmerzausflüge. Hanne Hukkelberg ist ein einziges, lebendes Geräusch. Ein wohltuendes Geräusch, das sich so eindeutig nicht mal in eine Genrelade stecken lässt, weil dafür das Wort Facettenreichtum neu definiert werden müsste.
Wie so oft haben die Briten uns Österreichern wieder was voraus gehabt, was Lob für die junge Dame angeht. Dort gilt sie schon lange als lebender Beweis dafür, dass Musik aus weit mehr besteht als einer hübschen Hookline und viel Production Brimborium drumherum. Und das schlimmste daran ist, Hanne Hukkelberg ist kein Freak. Sie zieht sich keine Schwäne über. Sie macht keine Kunst, die niemand will und niemand kapiert. Wahrscheinlich wissen die meisten Menschen, die ihre Musik mögen, nichtmal, wie sie aussieht. All das fördert, was ich Geniusneid nenne möchte.
Und weil die gute Hanne kreativen Output ohne Ende zu generieren scheint, hat sie gerade ein neues Album auf den Markt gebracht – nach Little Things und Rykestr. 68 das mittlerweile dritte. Die ersten Hörproben von Blood from a Stone (ist übrigens auch der Name eines wunderbar souligen Tracks des Quantic Soul Orchestra…) kann man bereits im Internet beziehen, unter anderem über die Artist Homepage.
Da ich selber noch nicht im Besitz des guten Stücks bin, wirds mit dem Review noch ein bisschen her sein. In der Zwischenzeit sei allen alles ans Herz gelegt, was Hanne Hukkelberg jemals in ein Mikro gesungen hat.



